• LEBENDIGsein

Ich bin einfach mal wütend heute. Es ist mir ganz egal, ob das jetzt Jemanden interessiert. Ich muss das einfach mal sagen:

Es nervt mich, wenn Leute in Selbstmitleid versinken. Jeder von uns tut das. Im gesunden Maß finde ich das auch vollkommen in Ordnung. Nur, wenn gewisse Menschen darin plötzlich ihre Lebensaufgabe sehen, fühle ich mich abgestoßen. Nachdem ich mir dann zum 100. Mal das gleiche anhören musste (…), habe ich es entgültig satt. Ich sage also zum wiederholten Mal:

Dann ändere was!

Aber NEIN, manche Leute wollen gar nichts an ihrer Situation ändern. Sie wälzen sich in ihrem Selbstmitleid und erwarten, dass andere ständig zuhören. Aber wehe, DU möchtest etwas. Solche Leute wollen dir gar nicht zuhören. Inzwischen stelle ich nur noch auf Durchzug. Nennt mich einen schlechten Freund, aber ich kann dann einfach nicht mehr. Solche Menschen widern mich nach einer gewissen Zeit an. Eigentlich gesund, denn auf Dauer kann man mit solchen selbstverliebten Egomanen, deren Selbstbewusstsein die Höhe eines Centstückes hat, einfach nur verrückt werden. Wer das kann, ist in meinen Augen ein Masochist oder hat noch ein kleineres Selbstwertgefühl als die „Parasiten“.

Nennen wir Sie ruhig einmal so. Schließlich leben Sie von der Energie und Zeit anderer. Sie denken nur an  sich und bemitleiden sich stets selbst. In ihren Augen machst du alles falsch und sie sind die armen Opfer.

Auch Leute, die gerne die Verantwortung anderen überlassen und sich dann hinterher in deiner Anerkennung wälzen. Sehr gerne gesehen bei Gruppenreferaten. Wenn sie dann doch Verantwortung übernehmen, dann heißt es stets:

Ich habe soviel zu tun! Mach du doch auch mal was!

Ist klar. Ich hänge den ganzen Tag nur faul in der Hängematte und lass mir die Sonne auf den Pelz scheinen.

Mein Problem ist, ich bin zu zuverlässig, denn ich erledige  nun einmal die  Dinge, die ich für wichtig erachte. Aber in den letzten Jahren habe ich mir angewöhnt einfach nein zu sagen, wenn ich etwas nicht wollte. Das hat mir einige böse Blicke eingebracht.

Wie kannst du sowas nur sagen?

Ganz einfach. Ich kann. Wer kümmert sich denn sonst darum, dass ich mich von solchen Leuten nicht ausnutzen lasse? Nur ich. Es ist so wichtig, dass man seine Grenzen zieht und diese klar aufzeigt. Ich bin ehrlich, ich tue das, schaffe es aber auch nicht immer.

Fragt euch einmal, wann haben eure Freunde das letzte Mal zugehört? Wie oft musstet ihr euch ständig Dinge anhören wie “ Er ist ein Arsch, aber wenn ich ihn verlasse, bin ich alleine!“ ?

Frauen. Das ist auch so ein Thema für sich. Ja, ich weiß, dass ich auch eine bin, aber leider muss ich feststellen, dass einige ihre Prioritäten falsch setzen. Einige können nicht alleine sein und bleiben lieber mit Jemandem zusammen, nur weil sie kein Single sein wollen (!!!). Man ist nur wer, wenn man einen Partner hat. Sorry, ist mir unbegreiflich.

Oder Frauen, die sich über Männer definieren.

Der sagt ich bin hübsch, also bin ich besser als du.

Gibt es denn nicht sowas wie Solidarität? Nein, es gibt nur, ich bin schöner, besser, toller, weil ER mich gut findet. Dich nicht. Du Kuh.

Bestes Beispiel. Stellt euch vor, ich bin also in der Disko und gehe auf die Toilette. Dort sind ein paar Mädchen, die mich abfällig mustern. Diese Blicke kenne ich. Die Qualen meiner Teenagerjahre. Ich höre Sprüche wie:

Guck mal wie die ihre Titten zur Schau stellt, obwohl die SO aussieht!

Alles schon dagewesen. Sowas kann ich mir nicht ausdenken. Aber wehe, irgendein Typ guckt mich an… Das passt nicht in ihr Bild. Das verstärkt ihre Wut auf mich. Sie denken, ich will Ihnen etwas wegnehmen, was ich gar nicht haben will.

Auch Leute, die denken, sie kennen mich so gut. So unterschiedliche Dinge, die ich schon über mich gehört habe, lässt die Vermutung zu, dass ich wohl noch ein paar Schwestern haben muss, denn von mir können die da nicht reden. Sie stecken dich in eine Schublade, sagen ständig Dinge wie:

Ach, ich kenne dich doch. Sag doch nicht, dass ich nicht recht hätte.

NEIN. Du denkst, du kennst mich. In Wirklichkeit verstehen viele Menschen Aussagen oder Verhaltensweisen falsch, hinterfragen sie nicht , sondern ordnen sie in ihre Schublade ein, die sie für die entsprechende Verhaltensweise haben.

Wenn ich beispielsweise nicht an Spieleabenden teilnehmen will, weil es mich zu Tode langweilt, heißt es:

Du bist so negativ!

Ich habe darüber nachgedacht. Wenn ich mich nicht an Massenveranstaltungen beteiligen will, fassen viele Leute das als etwas Schlechtes auf. Wenn man etwas nicht mag, was die Mehrheit liebt, ist man ohnehin mit einem Aufkleber behaftet. ANDERS. SELTSAM. Kann man nicht einfach die Toleranz geben, die man selber von anderen erwartet? Anscheinend nicht.

Inzwischen bin ich nicht mehr wütend. Eher ernüchtert. Aber zum Glück weiß ich eines: Ich kann gut ohne solche Menschen leben.



4 Responses to “Selbstmitleid, Frauen und was mich sonst noch so ärgert”  

  1. 1 illepoint

    Die Menschen, die sich ständig als Opfer ansehen, sind wahre Vampire. Sie rauben uns die Kraft und Energie. Man bekommt nichts zurück. Ich habe schon vor Jahren meinen Freundeskreis um alle Psychomüll-Ablader und Energieräuber vermindert. Es klingt brutal, aber diese Menschen sind nicht unsere wahre Freunde.

  2. „Er ist ein Arsch, aber wenn ich ihn verlasse, bin ich alleine!“ Das ist wirklich traurig, aber ich kenne genauso Männer, die mit ihrer Freundin zusammen bleiben, nur weil sie Angst haben mit ihr Schluss zu machen.

  3. Klar, gibt es auch Männer, die so sind. :-D Ich kann halt nur aus meiner Sicht schreiben und obwohl ich viele Männer kenne, sind es meist Frauen, die sich in meinem Umkreis so verhalten.

    Ich musste das einfach mal aufschreiben. Danach ging es mir deutlich besser.

  4. Hallooooo.

    Unbekannterweise muss ich dir trotzdem auf deinen Artikel antworten, weil ich den klasse fand :D . Ich find Spieleabende zum Kotzen. Meine nervige WG hat mir damit den allerletzten Nerv geraubt!

    Und Frauen haben sowieso einen an der Meise! Sie sind nicht nur die reinsten Pantoffelheldinnen, nee, sie sind egomanisch und feindselig. Wenn du ihnen fremderweise auf der Straße begegnest, bist du erst einmal ein Feindbild. Grundsätzlich schon einmal. Und sowieso, wenn du irgendwas hübsches oder schönes an dir hast. Dann ist der Ofen ganz aus, aber sowas von. Anstatt sich zusammen zu tun, biestern sie sich gegenseitig an. Und das Schlimme ist, man muss echt aufpassen, selbst nicht zu verbiestert und bockig auf so etwas zu reagieren, weil man irgendwann abstumpft :(

    Und Selbsmitleid ist genauso aufreibend, wie Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen und überall präsentieren und in den Mittelpunkt drängen wollen, koste es, was es wolle… die gönnen einem nix, weil sie sich prinzipiell nur für sich selbst und null für ihr Gegenüber interessieren (aber das wird natürlich nicht zugegeben, der breiten Masse verkauft man sich als intelligenten, liebenswerten Gutmenschen) und oft genug verbreiten sie mit ihrer egozentrischen Art überall schlechte Laune. Mal von den lauwarmen, oberflächlichen Gesprächen abgesehen, die die einzigen sind und bleiben, die mit solchen Leuten möglich sind… da es nämlich immer nur um die eigene Karriere, das Studium, die Männer oder um Probleme geht, die einen selbst betreffen.

    haha, ich bin auch ganz schön angekotzt :D

    lieben Gruß unbekannterweise.


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